Imkerverein
Goldene Weisel e.V. 1879 - Gera

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Imkern und Steuern

Häufig wird die Frage gestellt, ob und in welchem Umfang ein Imker Steuern zahlen muss.

Hierbei muss man prinzipiell erst einmal zwei Steuerarten unterscheiden.

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Die Fragesteller werden in aller Regel die Einkommenssteuer meinen, wenn sie von Steuern sprechen. Aber auch die Umsatzsteuer kann durchaus ein Thema für einen Imker werden. Dazu unten mehr.

Einkommenssteuer in der Imkerei

Bei der Betrachtung, ob eine Imkerei einkommenssteuerpflichtig ist, muss die Tätigkeit erst einmal einer Steuerart zugeordnet werden.

Die Imkerei zählt zur "sonstiger land- und forstwirtschaftlicher Nutzung"! Wir werden also mit unserer Imkerei den Landwirten zugeordnet!

Gerade in der Landwirtschaft trifft man sehr oft auf Kleinbetriebe oder Betriebe die im Nebenerwerb betrieben werden. Zur Vereinfachung der Buchführung dieser Betriebe kann unter bestimmten Voraussetzungen die Besteuerung nach Durchschnittssätzen erfolgen. Geregelt ist das im § 13 a EStG.

Für die Anwendung der Durchschnittssteuersätze ist zuerst zu klären, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt, oder ob es sich bei der Tätigkeit um Liebhaberei handelt.
Über viele Jahre war genau das nicht eindeutig geregelt. Erst am 22.12.2014 hat der Gesetzgeber dazu eindeutige Grenzen für Imkereinen definiert und im Bundesgesetzblatt Nr. 63 vom 30.12.2014 festgeschrieben.

Danach bleibt ein Imker einkommenssteuerfrei, wenn er nicht mehr als 30 Völker bewirtschaftet.

Eine Imkerei mit 31-70 Völkern wird einen pauschaler Gewinn von 1.000 € angesetzt.
Werden mehr als 70 Völker bewirtschaftet, dann entfällt die Durschnittssatzbesteuerung und der Imker muss eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen.

Umsatzsteuer in der Imkerei


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